ERASMUS+ Projekt am Komenský-Realgymnasium im Schuljahr 2019/20

Erasmus+ ist ein Programm der europäischen Union, an dem die Mitgliedsstaatender Europäischen Union sowie mittlerweile auch einige Nichtmitgliedsstaaten teilnehmen. Das Programm "Mobilität im Schulbereich" bietet Pädagoginnen und Pädagogen sowie Schulleiterinnen und Schulleitern die Möglichkeit, sogenannte "strukturierte Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen" im Ausland zu besuchen. Dafür wird diesen ein Teil der Reise- und Aufenthaltskosten sowie der Kursgebühren ersetzt. Um entsprechende Unterstützungen zu erhalten, muss das geplante Projekt in Form einer umfangreichen schriftlichen Bewerbung beim OeAD (Österreichischer Austauschdienst) eingereicht werden: An unserer Schule fanden sich im Schuljahr 2019/20 Mag. Eva Zojer, Mag. Julia Kotrbeletz, MMag. Dagmar Sar und Mgr. Yvona Friedlová zusammen, um gemeinsam um die Durchführung eines Projekts mit dem Projekttitel "Verbesserung der methodologischen Kompetenzen im bilingualen Unterricht und Fremdsprachenunterricht sowie Verbesserung des interkulturellen Managements für eine professionelle Kommunikation im Rahmen von nationalen und internationalen Kooperationen" anzusuchen. Das Projekt wurde gemeinschaftlich entworfen und wie auch das letztjährige Projekt mit äußerst positiver Bewertung bewilligt. Die Fortbildungen der Teilnehmerinnen fanden in den Sommerferien 2019 statt: Frau Mgr. Friedlová besuchte den Kurs "Flipped learning - Mit digitalen Medien neue Wege im Unterricht gehen" in Hamburg, Mag. Julia Kotrbeletz nahm an der "Letní škola slovanských studií" an der Karlsuniversität in Prag teil, MMag. Dagmar Sar besuchte den Kurs "Methodology Refresher - Teaching Lexically" an der London Metropolitan University in London und Mag. Eva Zojer besuchte den Kurs "English for Effective Communication" an der Lake school Oxford.

Přípravná fáze výše zmíněného projektu a jeho realizace o letních prázdninách 2019

Ve školním roce 2018/19 proběhly intenzivní přípravy velice důkladně a profesionálně naplánovaného projektu v rámci Erasmus+; paní profesorky Friedlová, Kotrbeletz, Sar a Zojer se pravidelně scházely ve školní knihovně či v družině a řešily pracovní a osobní přínos vybraných kurzů a také různé aspekty celé žádosti.

Při sepisování žádosti a vypisování neuvěřitelného množství formulářů jim byla velice nápomocná paní profesorka Tichá, která má s programem zahraniční mobility mnoho zkušeností. Tímto by jí chtěly všechny účastnice poděkovat za cenné rady a ochotu, s jakou vždy "erasmačkám" pomáhala.

O letních prázdninách 2019 pak tyto čtyři profesorky absolvovaly výše zmíněné kurzy, o kterých pak krátce referovaly v učebně slovenštiny a na pedagogické konferenci v listopadu. Evaluace celého pobytu ve třech různých zemích proběhla v pátek 6. 9. 2019 v odpoledních hodinách a pro zájemce a zájemkyně o tento studijní program Evropské unie připravily všechny účastnice v listopadu zajímavé a velice informativní prezentace, po kterých následovaly živé diskuze o zahraniční mobilitě ErasmusPlus. Na setkání byli pozvání nejenom kolegové a kolegyně z osmiletého RG, ale také zájemci a zájemkyně z řad naší bilingvní VS Komenský na Sebastianplatzu.



Eva goes to Oxford


Entstehung, Planung, Finanzierung

Dank des Förderprogramms ErasmusPlus für Schulen konnte ich von 15.7. - 26.7. 2019 in Oxford studieren. Dort absolvierte ich den Sprachkurs "English for Effective Communication" für Lehrerinnen und Lehrer im Ausmaß von 48 Stunden und nahm zusätzlich an vielen sportlichen und kulturellen Aktivitäten teil.

English for Effective Communication

Am Vormittag und am Nachmittag fand der Sprachkurs für Lehrerinnen und Lehrer aus ganz Europa statt - in meinem Fall waren es LehrerInnen mit unterschiedlichen Fächerkombinationen aus Spanien, Polen, Ungarn, Italien und Tschechien. In den sehr offenen Pausendiskussionen thematisierten wir aktuelle Probleme im Bildungsbereich, die neuen Schulreformen in Polen, Österreich und Tschechien und andere Freuden und Sorgen von Lehrerinnen und Lehrern. Im Unterricht wurden diverse Themen wie British Culture, British Food, Kreativität, Globalisierung, Konsumgesellschaft, Jugend und Social Media, Umweltverschmutzung, Bildung und vor allem der bevorstehende Brexit usw. besprochen und lebhaft diskutiert und dabei erfuhren wir viel Interessantes voneinander und vor allem von unserer kompetenten Sprachlehrerin. Die Qualität des Kurses, das hohe Sprachniveau der Studierenden und der professionelle Unterricht übertrafen meine Erwartungen. Die kompetente Lehrperson trug maßgeblich dazu bei, dass jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin große individuelle Fortschritte machen konnte.

The Lake School of English Oxford

Die Institution "The Lake School of English Oxford" besteht seit mehr als 41 Jahren und hat im Jahr 2018 ihr 40-jähriges Jubiläum gefeiert. Sie bietet profesionellen Unterricht in Kleingruppen (10-12 TeilnehmerInnen pro Kurs) direkt im Zentrum von Oxford. Dank diesem Kurs konnte ich ein hohes Sprachniveau in Englisch vor allem hinsichtlich kommunikativer Aktivitäten und Korrektheit sowie Flüssigkeit der Kommunikation erreichen. Die KursteilnehmerInnen mussten sich spontan und fließend oder nach einer kurzen Vorbereitung zu diversen Themen in längeren Redebeiträgen äußern und abwechselnd mit allen GesprächspartnerInnen aus der Gruppe reden. Es wurde viel darauf geachtet, dass der natürliche Sprachfluss nicht beeinträchtigt wird.

Das e-Learning Center

Neben dem absolvierten Kurs bietet "The Lake School of English Oxford" allen TeilnehmerInnen für ein Jahr nach Absolvierung des Sprachkurses einen gratis Online-Kurs mit Möglichkeiten zur Selbstkontrolle an. Das e-Learning Center beinhaltet verschiedene Module, ist ziemlich effizient, gut strukturiert und bei vielen Studierenden sehr beliebt, weil man von überall aus nach erfolgreicher Absolvierung des jeweiligen Kurses weiterstudieren und seine Sprachkenntnisse vertiefen kann.

Unterkunft

The Lake School of English Oxford bietet drei verschiedene Möglichkeiten der Unterkunft an - man kann bei einer Gastfamilie, in einem Studentenwohnheim oder direkt am Campus einer Universität wohnen, wobei jede Art der Unterkunft selbstverständlich ihre Vor- und Nachteile hat.

Ich entschied mich aus mehreren Gründen (Erhöhung der eigenen Sprachkompetenz, Unterkunft bei einem/einer englischen Gastgeber/Gastgeberin, Nähe zu der Sprachschule, die Möglichkeit der Diskussionen über diverse politische, kulturelle und aktuelle Themen, Halbpension, finanzieller Aspekt) für die Unterkunft bei einer Gastfamilie und war sehr zufrieden mit meiner Wahl, denn meine Gastgeberin ,,entpuppte sich" als eine sehr kommunikative, äußerst kompetente und wissbegierige englische Dame mit Migrationshintergrund, die in vertrauter Atmosphäre in zahlreichen langen Diskussion über die innenpolitischen Probleme ihres Landes viel Weitblick bewiesen hat und viel Interessantes erzählen konnte. Im Gespräch mit den anderen TeilnehmerInnen des Kurses stellte ich fest, dass die meisten eine andere Unterkunft (airbnb, eine Mietwohnung usw.) gewählt haben und daher andere Erfahrungen machen konnten.



Erasmus in London (Dagmar Sar)


This summer I attended a course called Teaching Lexically within the framework of Erasmus programme. It took place on the premises of London Metropolitan University, Holloway Road. Whilst staying in London, I was offered affordable accommodation at Wood Green Hall, which was only ten minutes away by tube.

Teaching Lexically is based on two teachers, trainers and materials writes, Hugh Dellar and Andrew Walkley, authors of many accredited course books.

Their concept of teaching is based on the idea how we remember language and for both of them it has been a long journey since the time they started out as teachers at Westminster University.

They state that it has been a real challenge to the way they have been taught to teach because their pedagogy was based on widely known concept of PPP. It is the idea of presenting an individual grammar structure to the students by giving them a target sentence, sort of setting it in a context, asking some concept questions, then getting students to practise using it in a controlled way, and getting students to produce it usually in a fairly contrived, tightly controlled way. Me too, I was taught that teaching is essentially PPP. This idea is based on Noam Chomsky and the whole notion of structuralist grammar. However, the idea that grammatical structures form the skeleton of language and that what we have to do is to drop individual words into these structures in order to flash out the language, give shape to the body of language, seems nowadays outdated.

One sentence that is right at the heart of the lexical approach formulates that language is not lexicalised grammar but rather grammaticalized lexis. First and foremost they are words that carry more meaning since words drive the communication. Grammar comes attached to the words, not the other way round.

There has been quite a profound shift of perspective in terms of teaching approach. Although teachers are still so fixed into this rut of thinking, this concept is starting to challenge this way of thinking in spite of the fact that it takes a long time to filter it down into the practical classroom application.

Since the PPP paradigm is very much omnipresent, we have to acknowledge obvious advantages to the concept:

  • It makes you feel in control.
  • It limits the questions you get asked.
  • It creates the illusion of progress. (because teachers as well as students tick off the structure they believed to have mastered)
  • It is tightly structured, but still has space for being creative.
  • It provides you with a knowledge base.

The main argument against using PPP is that with PPP students learn about language, but they don't learn the language itself. So they learn to explain the language, they can verbalise rules about it and as a result of this approach they won't learn a new piece of lexis until you label it. This system creates grammar fear and grammar dependency. Even though they fail, they somehow believe that if they did more of it, they would get better results. They are doing the same thing time after time and are expecting different results. The system under which they study creates this dependency. Focusing on structures in isolation distorts the reality of usage. Students don't get to see how conversations develop. When we talk, we don't use one structure endlessly. It is all crammed into one conversation.

So the students work their way through the book, they might do all the exercises even twice, yet it does not work, or at least not in a way they have assumed. The students often come clutching their dog-eared copies of their workbooks and they fall at the first hurdle.

For example, in terms of using future perfect tense, there are only ten to twelve verbs you ever use with the future perfect: I'll have been here two years next June / I'll have lived here / I'll have been living here five years next June / I'll have finished / I should have finished by five o'clock / they should have done it by now.

Therefore, the grammar structure should be rooted in a stock pile of commonly used sentences like in the example above the future perfect is closely linked to those particular verbs.

So what is a lexical approach?

  • Rather than starting from thinking about the grammar, we have to start by thinking about conversations we want our students to learn. By focusing more on conversation you help students to see the interaction of structures with other structures. You equip them much more for language as a communicative act more than sticking to PPP. Students need day in day out exposure to the most common grammatical patterns. They need to see how they interact across a wide range of topics.
  • Words exist with other words and in context. If you teach single words, students are going to bring their own understanding how it works over into English and their priming will be L1 priming. They need to get to grips with the most common structures.
  • To shift the interest away from obsessing about unusual grammatical structures, you should start to notice and think about blocks of language and fixed phrases that you heard all around you in your day to day conversations.
  • You should bring more of that real language into the classroom as there are plenty of expressions that are common in spoken English but neglected in the vast majority of course books because their focus is not everyday spoken English.
  • When you are starting out, it is important to talk to your students as real people. The main way is to talk to your students by engaging them, by getting them to talk about things that are personally meaningful to them. You can use the students' output to create input for the whole class. When we finish our personal speaking slot, we can always look at the board work and see the output we created by the input given to us by our students.
  • Even though the topic might not be interesting for the students and they don't see any value in the text, you can go off on these little side tracks and you connect the language to the students' lives. It makes it real and relevant to them even though the topic itself as a whole is not interesting. There'll be language within which you can connect the structures and you can make the students feel it's important to them in some kind of way.

Another aspect of our reoccurring topics tackles pronunciation. It is, in fact, something that is very hard to change. We are all primed by our first language experience and by the sounds that is normal for us to make in our first language. This has an impact on the way we say things in our second language. We are all, whether we like it or not, the products of our environment. Among native speakers there is also accent anxiety and sort of inferiority complexes often as a result of other people's superiority complexes. There are Londoners who started out as teachers but they encounter comments made about their pronunciation by upper-class people who have Received Pronunciation and who take offence at the fact that they become English teachers in the first place. That affects and upsets people to the point that they consciously think about trying to change their accent in order to sound more neutral. As the years have gone by, I, personally, feel much less inclined to change my accent and I feel much more confident of the fact that I don't have to prove things to people when people listen to me when the first thing they hear is my accent as opposed to my ideas. If someone is judging my accent before they are judging my words, this is their problem. Your top priority should be, of course, to understand the words that the person is saying to you and to respond to the message. Nonetheless, there are cases when people are not responding to your words, but to the accent within which your message is wrapped up.

The idea that an accent can be eradicated in order to become a better person by starting to belong to a different social milieu is a preposterous idea. When you are able to pass yourself off in some way as someone who grew up in the upper echelons of English society speaking Received Pronunciation, you will never become a different person by emulating certain social behaviour. It can be depressing in a way because it is a sign that even though English is now used as a global lingua franca, there is still a long way to go before we have acceptance of accents diversity.

I as a participant in that course as well as a teacher was trying to pay attention to the teacher and focus on what the teacher wanted me to do. But inevitably, there was always a little bit in the back of my head that was analysing what the teacher was trying to do. As a result of this, I have to admit that their approach might become relevant and inspiring to our English learners as it is engaging their mind and taking both students and teachers on a sort of journey through real life. One of the things that I've always loved about teaching English is the way in which you as a teacher end up learning all manner of surprising things about the students and about the world. If you allow things to develop in certain way, and if as a teacher you are sensitive to the direction in which students might wish to take the class, mysterious and wonderful things might happen.

Apart from our academic programme, there were a number of social activities in which we could emerge ourselves. Oftentimes in the break time, we ended up taking over a cup of coffee with other participants in the course exchanging our ideas in interesting conversations.

We were walking in London accompanied by either Hugh or Andy, so discovering the city through their eyes. One of those walks included the visit of Alexandra Palace up in North London, a beautiful spot on the hill looking out over London. A lovely social event that will remain in my memory for some time.




Julia Kotrbeletz in Prag

Im Rahmen unseres ErasmusPlus-Projektes hatte ich die Möglichkeit, an der Letní škola slovanských studií (LŠSS), die heuer vom 26.7.2019 - 23.8.2019 von der Karlsuniversität in Prag ausgerichtet wurde, teilzunehmen. Die Herkunft der Kursteilnehmer und Kursteilnehmerinnen war auch heuer wieder sehr international: Die 144 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus 36 verschiedenen Ländern - von Albanien bis Vietnam.

Der Unterricht fand in den altehrwürdigen und frisch renovierten Räumlichkeiten der Philosophischen Fakultät am Jan-Palach-Platz statt und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der LŠSS waren im Kolej Hostivař (Weilova 2, Prag 10 - Hostivař) untergebracht. Dort scheint die Zeit seit den kommunistischen Glanzzeiten des Heims stehen geblieben zu sein: Die Ausstattung der Zimmer, die Gemeinschaftsräume und die Mensa sind bis heute Zeugen vergangener Zeiten und muten ein wenig wie ein Museum des Kommunismus an. Die Umgebung des Studentenheims (Vodní nádrž Hostivař, Stará Hostivař) bietet sich für Spaziergänge und sportliche Aktivitäten an. In unmittelbarer Nähe des Heims befindet sich auch das Stadtviertel Jižní Město "Jižák", das wiederum in ein ganz anderes Prag eintauchen lässt, als man es vom touristischen Zentrum kennt. Gemütlich und einladend ist der Gastgarten der Brauerei Hostivař, die wir gerne abends besuchten. Die Fahrt ins Zentrum mit Bus und Metro dauerte je nach Verkehrsaufkommen 40 Minuten bis über eine Stunde ...

Heuer brachte es die Sommerschule sogar zu einem Auftritt im tschechischen Fernsehen (Studio 6), in dem die Leiterin der Prager Bohemistik, Mgr. Svatava Škodová Ph.D, und ein österreichischer Student die Sommerschule kurz vorstellten: https://www.ceskatelevize.cz/ivysilani/1096902795-studio-6/219411010100729/obsah/710525-letni-skola-slovanskych-studii

Die Sommerschule stand diesmal im Zeichen des Jahres 1989 und den Ereignissen vom August 1969 (und indirekt waren dadurch auch Jan Palach und die Ereignisse vom 21. August 1968 Thema), sprich viele Programmpunkte und Ausflüge waren den Themen Samtene Revolution und Prager Frühling gewidmet.

Am 27.7.2019 fand die feierliche Eröffnung der Sommerschule in der Großen Aula des Karolinums statt. Im Anschluss an die Eröffnungszeremonie wurde der eineinhalbstündige Einstufungstest durchgeführt.

Am 30.7.2019 wurden wir zu einem feierlichen Empfang in den Brožíkova síň in das Prager Rathaus eingeladen. Die Leiterin der Sommerschule, ein Kollege und ich haben eine Rede vorbereitet, die wir vor dem für Bildung zuständigen Stadtrat Vít Šimral von der Piratenpartei vortrugen. Anschließend wurden wir durch das Rathaus geführt und hatten Zugang zu Räumlichkeiten, die Touristen für gewöhnlich verwehrt sind (Rückseite des Orloj, Festsaal) und bestiegen auch den Rathausturm.

Ich wurde in den Sprachkurs IVa eingestuft, der am weitesten fortgeschrittenen Gruppe auf Niveau C1, welche von Doc. PhDr. Milan Hrdlička, CSc. unterrichtet wurde. Wir waren eine relativ kleine Gruppe von 8 TeilnehmerInnen, was die Lernatmosphäre sehr angenehm machte. Es gab kleinere Hausaufgaben und jede(r) hatte im Laufe des Kurses zwei Referate zu halten. Besonders kam mir zugute, dass ich meinen Wortschatz erweitern konnte, viele sprachwissenschaftliche und sprachdidaktische Fragen diskutiert wurden (auch andere KursteilnehmerInnen waren LehrerInnen) und ich einiges über die Herkunftsländer meiner Kolleginnen und Kollegen erfahren konnte.

Im Anschluss an den Sprachkurs besuchten wir Wahlseminare. Zur Auswahl standen "Tschechische Literatur", "Landeskundeseminar", "Schreiben von formalen Textsorten", "mündlicher und schriftlicher Ausdruck" und "grammatikalisch-lexikalisches Seminar". Ich wählte letzteres Seminar aus, dessen Inhalt kurz wie folgt beschrieben werden kann: "Seminář se zaměřuje na probírání obtížnějších kapitol české gramatiky a na rozšiřování slovní zásoby, včetně frazeologie a kolokviálního lexika." Mein Dozent war wiederum Doc. PhDr. Milan Hrdlička, CSc. und im Detail nahmen wir folgende Themen durch:

- české prefixy a slovesné vazby I: lidské vlastnosti
- české prefixy a slovesné vazby II: jména obyvatelská
- české prefixy a slovesné vazby III: přechylování
- zásady českého slovosledu
- české prepozice
- užití a významy prepozic - předložky místní a časové
- předložky primární (účelové, způsobu, příčinné aj.) a sekundární
- obtížné případy deklinace substantiv (slova cizího původu, duál, vlastní jména)
- variantnost v češtině
- frazeologie (číselné výrazy)
- významy a konkurence pádů
- koncovky spisovné a obecně české
- frazeologie (části lidského těla)
- obtížné případy deklinace adjektiv (posesivní adjektiva), jmenné tvary adjektiv
- významy a užití zájmen, obtížné případy deklinace (všechen, jenž, týž aj.)
- významy a užití číslovek; slovní zásoba obecné češtiny
- slovesný vid
- české pasivum
- imperativ
- přehled spojek
- český kondicionál

Viele durchgenommene Inhalte kann ich direkt für meinen Unterricht übernehmen, vor allem in der Didaktisierung der schwierigeren grammatikalischen Phänomene konnte ich mich in vielerlei Hinsicht für meinen eigenen Unterricht inspirieren lassen.

Nach den Wahlseminaren standen dann jeden zweiten Tag noch Vorlesungen zu verschiedenen Themen am Programm: "Obrazy Prahy v českém výtvarném umění", "Fonetika češtiny pro cizince aneb jak znít česky", "Korpusy a jejich užití pro výuku", "Československý rok 1989", "Slovesa mluvení v češtině", "Pražský lingvistický kroužek: Struktura a funkce", "Čeští misionáři v zahraničí", "Václav IV jako donátor uměleckých děl", "Toponyma v krajině a možnosti jejich výzkumu".

- Objevte češtinu jinak: Český jazyk a korpus
Im Zuge einer Vorlesung von Mgr. Lucie Lukešová, Ph.D. lernte ich einige neue Zugänge zum modernen Sprachunterricht kennen. Der Einsatz des tschechischen Korpus (korpus.cz) im Unterricht im Sinne des innovativen DDL-Konzepts (data-driven-learning) scheint mir sehr sinnvoll: Durch die Nutzung der verschiedensten Funktionen des Korpus im Unterricht soll bei den SchülerInnen und Schülern ein gesteigertes Sprachbewusstsein entstehen und diese sollen letztendlich durch die Arbeit mit dem Korpus lernen, selbstständig Schlüsse über linguistische Themen zu ziehen und im Idealfall grammatikalische Regeln und Ausnahmen abzuleiten. Die meisten Tschechen stellen sich einen "dortový korpus" vor, wenn sie vom Český národní korpus hören, weswegen der Ústav Českého národního korpusu einen kurzen informativen Film gedreht hat, in dem er seine Arbeit kurz vorstellt und in dem vermittelt werden soll, dass der tschechische Korpus benutzerfreundlich und "kinderleicht" anzuwenden ist.

Nach den jeweiligen Vorlesungen folgte eine Mittagspause und anschließend wurden gemeinsame Ausstellungsbesuche sowie Workshops angeboten:

- Praha v pověstech, legendách a mýtech: skutečné a neskutečné příběhy Starého Města
Dieses Seminar war schwerpunktmäßig dem Autor Jaroslav Foglar gewidmet, dem bedeutendsten tschechischen Verfasser von Jugendbüchern des 20. Jahrhunderts. Im Besonderen gingen wir auf die Vontové ein und wurden in deren geheime Aktivitäten in der Prager Altstadt eingeführt: Wir wissen jetzt, was die überall in der Altstadt (Stínadla) zu findenden Aufschriften bedeuten und kennen die Symbolik der Vontové - die gelbe Stecknadel (žlutý špedlík), das Ginkoblatt, den Igel im Käfig (ježek v kleci), die Glocke, die Laterne (lucerna) und den Slogan "Žlutá je barva naše". Außerdem erfuhren wir, dass es die Vontové bis heute auch als real existierenden Geheimbund gibt, dessen Hauptinteresse darin besteht, die Altstadt zu erforschen und insbesondere die unterirdischen Gänge und Unterkellerungen der Altstadt zu dokumentieren, die Legenden der Altstadt zu sammeln und deren geschichtliche Hintergründe aufzuarbeiten.

- Praha literární - Historický vývoj Prahy
Im Zuge dieses Seminars beschäftigten wir uns zuerst in Form einer klassischen Vorlesung mit der Architektur Prags aus historischer Sicht und in weiteren Einheiten besprachen wir den historischen Wandel einzelner Gebäude, Straßen und Viertel vor Ort. Bei unseren Spaziergängen hatten wir die Möglichkeit, die Stadt unter der Altstadt zu erforschen: Die meisten Häuser in der Prager Altstadt sind unterkellert, oft in Form von wunderschönen Säulenhallen aus der romanischen Zeit (8.-11. Jahrhundert). Mit der Regulierung der Moldau wurde auch das Niveau der meisten Häuser angehoben und so finden sich die Reste der mittelalterlichen Stadt in den Kellern der Prunkbauten und Wohnhausbauten des 19. Jahrhunderts.

Besonderer Beliebtheit erfreuten sich die abendlichen Führungen durch verschiedene Prager Stadtviertel, welche von der Historikerin Mgr. Jana Dolenská geleitet wurden:

- Jižní Město
Ein wenig überraschend war für mich, dass es Plattenbausiedlungen in dieser Dimension auch in Tschechien gibt (Jižní Město hat 90 000 Einwohner) und ganz neu war mir, dass 25% aller Tschechen und Tschechinnen und sogar 40% aller Prager und PragerInnen in einer Plattenbausiedlung wohnen. Unser Rundgang begann bei der angeblich hässlichsten Metrostation Prags (Opatov), von wo aus wir den sogenannten Central Park durchwanderten, um dann beim berühmtesten Gebäude der Siedlung, den Pražská dvojčata, den Rundgang zu beendeten. Wir lernten den ersten tschechischen Rap-Song Jižák aus dem Jahr 1984 von der Gruppe Lesík Hajdovský a Manželé kennen. Dabei wurde uns auch der Film Panelstory aneb jak se rodí sídlistě vorgestellt, der das Leben im Jižák und die Entstehung einer Plattenbausiedlung im Allgemeinen zum Thema hat.

- Po stopách sametové revoluce (Auf den Spuren der Samtenen Revolution)
Dieser Spaziergang war so konzipiert, dass wir die Route der Demonstranten vom 17. November 1989 abgegangen sind. Wir begannen in Albertov und gingen Richtung Výtoň (wobei wir den Friedhof am Vyšehrad ausgelassen haben), von wo aus wir entlang der Moldau zum Nationaltheater und letztendlich zur Národní třída und dem Ort gelangt sind, an dem die Demonstrationen unblutig "zerschlagen" wurde. Wir gingen nun noch weiter zum Wenzelsplatz, wo uns der Balkon gezeigt wurde, von dem aus am 24. November Václav Havel und Alexander Dubček zu den Demonstranten sprachen und den Rücktritt des Politbüros der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei forderten.

Die Ausflüge an den Wochenenden führten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wahlweise nach Kutná Hora und Sedlec / Most und hrad Jezeří / Sázava und Velká Popovice / Posázaví / Zvíkov und Písek / Český ráj und hrad Kost und Nelahozeves / Roztoky.

Der Aufhänger des Ausflugs nach Most war der Erfolg der aktuell sehr beliebten Fernsehserie "Most": https://www.ceskatelevize.cz/porady/10995220806-most/dily/. Mit der Erwartung, den fürchterlichsten Ort Tschechiens kennen zu lernen, fuhren wir nach Most, letztlich war ich aber sehr positiv davon überrascht, wie sauber und ordentlich dessen Zentrum war. Die Stadt erinnert mich an postkommunistische Kleinstädte in der Ukraine oder Russland und gleichzeitig sind viele Bemühungen erkennbar, die Stadt von ihrem schlechten Ruf zu befreien und sie lebenswerter zu gestalten. Dieses Gebiet weist die höchste Kriminalitäts- und Arbeitslosenrate Tschechiens auf und ist für das Viertel Chanov bekannt. Wir besichtigten auch die berühmte Kirche von Starý Most, die im Jahre 1975 ca. 1 km auf Schienen verschoben wurde, da sie dem Bergbau weichen musste. Außerhalb der Stadt Most nahmen wir einige Bemühungen war, die vom Bergbau schwer gezeichnete Landschaft der Region zu renaturalisieren.
Im Rahmen dieses Ausflugs besichtigten wir auch das Schloss Jezeří, das seine besten Zeiten bereits seit längerer Zeit hinter sich hat. Aber genau das machte diese Besichtigung so interessant, schließlich ist es selten möglich, Schlösser in einem solch desolaten Zustand zu besichtigten. Uns beeindruckte die Tatsache, dass in den Dachböden und den verlassenen Räumen des Schlosses 14 Arten von Fledermäusen in jeweils mehreren Populationen leben. Wir sahen einige Kuriositäten wie z.B. Sammlungen ausgestopfter Nagetiere, und erfuhren von der wechselvollen Geschichte des Schlosses, das ursprünglich der Familie Lobkowitz gehörte.

Am Sonntag, dem 04. August unternahmen wir einen Ausflug ins Kloster Sázava. Meine großen Erwartungen wurden leider ein wenig enttäuscht, einerseits weil das Kloster sehr renovierungsbedürftig ist und andererseits weil die museumspädagogische Aufbereitung der Inhalte nicht sehr ansprechend war, denn vom einstigen Zentrum der altkirchenslawischen Schriftlichkeit hätte ich mir etwas mehr erwartet ... Dafür war die anschließende Führung in der Kozel Brauerei umso amüsanter und wir konnten auch mit der berühmten Ziege Olda Bekanntschaft machen.

Am 17. August fuhr ich auf eigene Faust ins 10km von Prag entfernte Průhonice, wo ich einige Stunden im wunderschönen Park des Schlosses Průhonice verbrachte und einen Spaziergang durch das Dorf machte, bei dem ich die Anwesen der tschechischen (und ausländischen) High Society bestaunte.

Der Ausflug nach Nelahozeves am 18. August beinhaltete eine Führung durch das Renaissanceschloss der Familie Lobkowitz sowie die Besichtigung des Geburtshauses des Komponisten Antonín Dvořák, in dem wir spontan ein Privatkonzert eines unserer Dozenten bekamen (Largo und symfonie Z Nového světa).

Am 28. Juli besuchte ich Písek, wo ich die älteste steinerne Brücke Tschechiens sah, die circa 100 Jahre älter als die Karlsbrücke ist.

Das Niveau der Kurse war insgesamt fachlich und didaktisch gesehen sehr hoch, auch deshalb, weil die Prager Bohemistik auf den Unterricht des Tschechischen als Fremdsprache spezialisiert ist. Viele der verwendeten Lehrbücher und Materialien wurden von den Dozentinnen und Dozenten selbst verfasst, insoferne konnte ich in den Kursen nicht nur meine Tschechischkenntnisse verbessern und viele Materialien für meinen eigenen Unterricht sammeln, sondern sogleich deren didaktische Umsetzung in der Praxis beobachten.

An den Filmabenden schauten wir Jízda, Ecce homo Homolka und Hořící keř. Dozent PhDr. Jiří Pešička bot Singabende an, an denen wir tschechische Volkslieder kennen lernten.

Am 06. August lud uns Ricardo Hernández Reyes, ein professioneller Gitarrist und einstiger Teilnehmer der Sommerschule, zu einem klassischen Gitarrenkonzert in die Philosophische Fakultät ein. Da das Konzert auf den Stiegen der Fakultät stattfand, war dies auch dank der guten Akustik im Stiegenhaus ein besonderes musikalisches Erlebnis.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der LŠSS wurden am 16. August von der Stiftung Nadání Josefa, Marie a Zdenky Hlávkových auf das Schloss Lužany eingeladen, wo uns eine Schlossführung, ein mittelalterliches Konzert der Gruppe Musica Bohemica in der Schlosskapelle sowie eine Gartenparty erwarteten.

Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der LŠSS wurden auch Einzelkonsultationen mit Phonetikerinnen und Phonetikern der Karlsuniversität angeboten: Ich wurde auf einige Aussprachefehler hingewiesen und bekam wertvolle Tipps, wie ich diese beheben kann.

Im Zuge des Programms der Sommerschule standen ein Besuch des "Národní muzeum" und des "Náprstkovo muzeum" am Programm. Ich besuchte weiters die Ausstellungen
- "Praha Karla IV. - středověké město" im Muzeum Prahy
- "Nezlomní - od Franze Kafky po sametovou revoluci" im Obecní dům
- "Šílený hedvábník. Zika & Lída Ascher: textil a móda" im Uměleckoprůmyslové museum
- "Franz Kafka Museum"

Am 22. August 2018 hieß es für mich Abschied nehmen - von den Dozentinnen und Dozenten, von den Kolleginnen und Kollegen und von Prag. Ich habe viele interessante Lebensgeschichten gehört, die die TeilnehmerInnen zur tschechischen Sprache gebracht haben. Die vielen Gespräche und den Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen möchte ich nicht missen. Am 23. August reiste ich mit ausschließlich positiven Eindrücken im Gepäck zurück nach Wien.



Yvona Friedlová in Hamburg


Im Rahmen unseres Erasmusprojektes besuchte ich in den Sommerferien 2019 von 20.7.2019 bis 27.7.2019 in Hamburg in der Stadtteilschule Niendorf den einwöchigen Kurs "Flipped learning - mit digitalen Medien neue Wege im Unterricht gehen" im Ausmaß von 40 Stunden.

Ich flog mit dem Flugzeug von Wien direkt nach Hamburg. Am Flughafen besorgte ich mir eine Wochenkarte für öffentliche Verkehrsmittel in Hamburg und bekam freundlicherweise von einem Mitarbeiter der Informationsstelle einen übersichtlichen Stadtplan Hamburgs mit. Ich habe auf Anraten eines Vortragenden aus Graz ein Apartment in der Pension "Das Nest Boardinghouse Hamburg Niendorf" gebucht. In die Schule hatte ich es nicht weit, nur 10 Gehminuten zu Fuß ... Da das Apartment eine Küchennische hatte, konnte ich das Frühstück und ab und zu auch das Abendessen selbst zubereiten. In nur drei Gehminuten Entfernung von der Pension gab es einen REWE-Supermarkt. Bevor ich mich am ersten Kurstag mit den anderen KursteilnehmerInnen im gemütlichen Gasthaus "Filmhauskneipe" getroffen hatte, fuhr ich zum Hafen, um das neue Wahrzeichen Hamburgs, die kolossale Elbphilharmonie, zu besichtigen und danach unternahm ich eine Bootsfahrt am Alstersee.

Der Kurs fand in der neuerbauten Schule "Stadtteilschule Niendorf" in der Paul-Sorge-Straße 133-135 statt. Die Räumlichkeiten waren sehr freundlich und hell konzipiert. Die zwei Vortragenden waren sehr kompetent und von der Sache sehr begeistert. Manche Themen waren für mich ganz neu, ja sogar bislang unbekannt, aber die Trainer haben es mit ihrer Begeisterung, Strukturiertheit und Geduld geschafft, dass ich mich voll und ganz auf die verschiedenen Themen einlassen konnte. Der Unterricht fand jeden Tag von 9:00 bis ca. 16:30 Uhr mit Mittagspause statt.

Am Montag nach der Kurseinführung sind alle Teilnehmer/Innen dem Google Classroom beigetreten. Einer der Vortragenden hielt einen Vortrag mit dem Titel "Lernen unter den Bedingungen der Digitalität". Nach dem Mittagessen stellten wir uns mit einer multimedialen visuellen Präsentation mit Keynote vor. Das Tagesfeedback wurde dann mit "Mentimeter" erstellt.

Am Dienstag fingen wir mit einem Warm Up mit dem App "Answergarden" an. Danach hörten wir uns den Vortrag "Didaktisch sinnvoller Einsatz von Erklärvideos" an. Jeder Teilnehmer wurde dann produktiv, indem er/sie eigene Erklärvideos erstellte. Am Nachmittag präsentierte jeder sein/ihr Erklärvideo. Die ersten Ergebnisse gingen online. Das Feedback wurde danach mit "Zielscheibe Oncoo" erstellt.

Am Mittwoch lernten wir "Mindmeister" kennen. Wir alle arbeiteten zusammen und planten eine Route durch Hamburg. Bevor wir Hamburg unsicher machten, wurden wir mit "Book Creator" bekannt gemacht, damit wir unsere eigenen eBooks erstellen konnten. In der Stadt digitalisierten wir unsere Erfahrungen.

Am Donnerstag fingen wir mit einem Warm Up mit den eigenen eBooks an: Wir wurden mit "Learnsnacks / Learnings Apps" vertraut gemacht. Die Einführung in "Tutory @ OER" erfolgte nach dem Mittagessen. Danach erstellten wir eigene Arbeitsblätter.

Am Freitag fingen wir mit einem Warm Up mit "Chicken" an. Danach wurden wir mit dem Lernen mit dem "Ivi - Board" und "Padlet" bekanntgemacht. Nach dem Mittagessen erstellten wir eine eigene Umfrage. Am Ende des Unterrichts wurde von allen TeilnehmerInnen ein Kursfeedback ausgefüllt und abgegeben.

Mit der Zeit waren mir alle durchgenommenen Themen immer verständlicher. Die Trainer standen mir immer zur Seite und halfen mir. Ich konnte vieles selber ausprobieren und auch von anderen KursteilnehmerInnen lernen.

Ich lernte, selbst Erklärvideos zu erstellen. Für mich haben die Kursinhalte meine Erwartungen übertroffen. Bis dahin war ich ziemlich "skeptisch" was den Begriff "digital" betrifft. Aber in diesem Kurs konnte ich meine Scheu ablegen: Ich konnte Erklärvideos drehen, ein E-Book, digitale Quizzes, Pinnwände und verschiedene Arbeitsblätter erstellen und lernte viele nützliche Lern Apps kennen. Da die Arbeitssprache Deutsch war, konnte ich meine Sprachkenntnisse und Sprachkompetenz deutlich auffrischen, erweitern und festigen.

Unter der Woche besuchte ich viele interessante Plätze in Hamburg, z.B. Elbbrücken, das Berliner Tor, Baumwall, das Rathaus, den Johann-Brahms-Platz, die Staatsoper, den Fernsehturm, Planton un Blomen, verschiedene Kirchen, etc.

Ich konnte auch viele neue Zugänge für meinen Unterricht kennenlernen. Ich konnte nicht nur verschiedene Apps kennenlernen, sondern diese auch selbst ausprobieren und gestalten. Etwa ein eigenes E-Book zu erstellen war nach einer ausführlichen Erklärung für mich kein Problem mehr. Aus einem Spaziergang durch Hamburgs Komponistenviertel, wo ich viele digitale Fotos gemacht habe, erstellte ich am nächsten Tag ein digitales Fotoalbum mit dem App "Creator book". Da ich Musik studiert habe und derzeit auch unterrichte, habe ich das Thema "Notensystem" für ein eigenes Erklärvideo verwendet: Ich musste zuerst einen Text verfassen und dann die Utensilien für das Erklärvideo vorbereiten. Die Trainer waren sehr bemüht und geduldig und haben den Unterricht sehr praktisch und spannend gestaltet. Im Umgang mit digitalen Medien fühle ich mich jetzt wesentlich sicherer als vor dem Kurs.

Im gewählten Kurs verschaffte ich mir einen Überblick über die vielen neuen Wege des Unterrichts. Damit kann ich den Unterricht in der Schule interessanter und moderner gestalten und die Schüler noch mehr zu selbständigem Arbeiten motivieren. Da das Leben heute kaum noch ohne Handy, Tablet etc. denkbar ist, war dieser Kurs für mich als ein Erfolgserlebnis von großer Bedeutung. Ich konnte viele neue digitale Wege des Unterrichts wie z.B. Apps, Tools, Erklär Videos, Arbeitsblätter etc. kennenlernen und aktiv anwenden. Meine erworbenen Kenntnisse gab ich bei einer Präsentation unseren KollegenInnen weiter.

Ich freute mich auf das neue Schuljahr, in dem ich sehr viele Kursinhalte ausprobieren möchte. Durch die vielen Kompetenzen (digitale, methodologische, fachliche), die ich in diesem Kurs erworben habe, fühle ich mich in meiner Arbeit mit den Schülern sicherer. Ich bin sehr motiviert, nächstes Jahr wieder einen interessanten Weiterbildungskurs für LehrerInnen zu besuchen.



ERASMUS+  projekt na Komenský-Gymnaziu ve školním roce 2018/19

Přípravná fáze výše zmíněného projektu a jeho realizace o letních prázdninách 2018

Ve školním roce 2017/18 proběhly intenzivní přípravy velice důkladně a profesionálně naplánovaného projektu v rámci Erasmus+; paní profesorky Friedlová, Kotrbeletz a Zojer se pravidelně scházely ve školní knihovně či v družině a řešily pracovní a osobní přínos vybraných kurzů a také různé aspekty celé žádosti.

Při sepisování žádosti a vypisování neuvěřitelného množství formulářů jim byla velice nápomocná paní profesorka Tichá, která má s programem zahraniční mobility mnoho zkušeností. Tímto by jí chtěly všechny účastnice poděkovat za cenné rady a ochotu, s jakou vždy ,,erasmačkám" pomáhala.

O letních prázdninách 2018 pak tyto tři profesorky absolvovaly výše zmíněné kurzy, o kterých pak krátce referovaly na zahajovací konferenci v září a pedagogické konferenci v listopadu. Evaluace celého pobytu ve třech různých zemích proběhla v pátek 9. 11. 2018 v odpoledních hodinách a pro zájemce a zájemkyně o tento studijní program Evropské unie připravily všechny účastnice v pondělí 12. 11. 2018 odpoledne zajímavé a velice informativní prezentace, po kterých následovaly živé diskuze o zahraniční mobilitě Erasmus plus. Na setkání

nepřišli jen kolegové a kolegyně z WMS a RG, ale zavítala k nám i jedna zástupkyně z VS Sebastianplatz, která zde bude o této možnosti sebevzdělávání a zvyšování kompetencí dále referovat.

Bližší informace o tomto projektu a také více fotek naleznete na webových stránkách naší školy a všechny příspěvky se také objeví na společném blogu.